ENTROPIE
v1.1
Preprint · Mai 2026 · CC BY 4.0 · Open Science

Entropie als Handlungsprinzip

Ein multidisziplinäres Framework zur Erkennung kritischer Grenzen und Kipppunkte

Phase 1 abgeschlossen, Phase 2 vier Module fertig. Über vier Realfälle auf vier Skalen geprüft: Finanzkrise 2008, Sepsis, Sowjetunion 1989-91, Arktis-Meereis. Acht Disziplinen integriert. Hauptbefund: Erkennbarkeit und Erkennung sind nicht dasselbe — zwischen Signal und Handlung wirken sechs Barriereklassen.

10
Dokumente
8
Disziplinen
4
Realtests
DE+EN
Sprachen

Die vier Hauptbefunde

01

Erkennbar ≠ Erkannt

Drei der vier Realfälle waren erkennbar. Nur einer wurde adressiert. Der Unterschied liegt nicht in der Wissenschaft — er liegt in den Barrieren.

02

Sechs Barriereklassen

Kognitiv, institutionell, politisch, ökonomisch, epistemisch, medial. Multiplikatives Modell — eine perfekte Barriere blockiert die Handlung.

03

O*-These

Optimaler Ordnungsgrad jenseits dessen Aufwand den Nutzen übersteigt. Die tiefste Form von Ordnung ist zu erkennen, wo man keine braucht.

04

Typ A/B/C

Angekündigte Grenzen mit Vorläufersignalen (A), retrospektiv erkennbare (B), prinzipiell nicht erkennbare (C). Die Trennung ist konstitutiv.

Erkennbar ist nicht erkannt. Erkannt ist nicht akzeptiert. Akzeptiert ist nicht gehandelt. Jede dieser drei Lücken ist eine eigene Forschungsfrage — und keine darf mit den anderen verwechselt werden.
Zitierung
Schüller, T. (2026). Entropie als Handlungsprinzip — Ein multidisziplinäres Framework zur Erkennung kritischer Grenzen und Kipppunkte (v1.1). CC-BY-4.0. ORCID: 0009-0003-9799-6747.